Gegen Artikelverzeichnisse: Der Artikelverzeichnis-Boykott |
| Geschrieben von Christian | |||||||
| Freitag, 27. Juni 2008 | |||||||
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Warum? Weil Artikelverzeichnisse die Zunft der Texter
spalten. In Texter, die für Artikelverzeichnisse texten, und Texter,
die das nicht tun.
Texte für Artikelverzeichnisse werden gewöhnlich nicht dafür geschrieben, zu informieren. Texte für Artikelverzeichnisse sollen Backlinks bringen.
Und weil das so ist, haben sich einige spitzfindige SEOs gedacht: Warum nicht ganz viel Text erzeugen, auf bestimmte Keywords optimieren, Links unterbringen und so starke Backlinks bekommen?
Ganz klar Suchmaschinenmanipulation, die gegen Googles Richtlinien für Webmaster verstößt. Daher werden die Links aus Artikelverzeichnissen, die Google bekannt sind, auch nicht mehr so stark gewertet. Vielleicht sind sie sogar mittlerweile schädlich, wie einige SEOs befürchten.
Warum nun spaltet das die Texterbranche?
Ehrlich gesagt tut es das gar nicht. Es gibt nur plötzlich einen Haufen
Leute, die sich als Texter bezeichnen, weil sie Keywordansammlungen für
Artikelverzeichnisse verfassen. Nehmen wir einmal an, Sie wollten 400 Backlinks für Ihre Websites zum Thema „Reisen“ erzeugen und haben ein wenig Geld zur Verfügung, das als Katalysator beim Linkaufbau helfen soll. In einem passenden Text für ein Artikelverzeichnis lassen sich etwa 2 Links unterbringen. Was würden Sie dafür zahlen? 2,50 € pro Link? Das wären ja 1000 Euro insgesamt. Und das nur, damit die Seiten dann irgendwann einmal evtl. in die Google-Top-Ten gelangen? Sagen wir: 1,– €, das klingt human. Das wären dann also etwa 400,– €. Die bekommen Sie durch Ihr verbessertes Geschäft wieder rein. Denn eine gute Position bei Google = mehr Besucher und damit wahrscheinlich mehr Geld.
Nun müssen Sie also einen Texter finden, der 200
Artikel zum Thema „Reisen“ für Sie textet, für 400,– €. Ach so: Jeder Artikel soll
aus 250 Wörtern bestehen, denn die meisten Verzeichnisse erlauben nur
so um die 250 Wörter pro Artikel. „Ich war schon immer gut im schreiben, in deutsch in der schHule hatte ich immer eine 1. schreiben hat mit immer sehr viel Spass gemacht, so habe ich mich entschlossen texter zu werden. Warum nicht, damit Geld verdienen?“ Eine der Möglichkeiten, zu einem Blackhat-Texter zu werden. Aber lesen Sie doch ein Beispiel für Artikelverzeichnis-Texte:
Der Grund liegt also darin begründet. Wie man sieht, ist die Qualität der Texte in Artikelverzeichnissen gleichgültig, wichtig sind nur ein korrekt eingebauter Link und die Keywords. Und wie will man auch für 2,– € pro Text einen guten Artikel schreiben? Damit es sich ein wenig lohnt, müssten das doch 20 Artikel aufwärts pro Stunde sein? 20? In einer Stunde? Wenn ich im Flow bin, schreibe ich 1–2 Seiten DIN-A4 pro Stunde. Und zwar Briefe. Keine Texte, für die ich auch noch recherchieren muss, für die ich mir ein Konzept überlegen muss. Die Lösung für den Blackhat-Texter: Wikipedia. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als bereits bestehende Artikel umzuschreiben.
(Abbildung oben: aboutpixel.de / Lesestoff © Rainer Sturm; Abbildung unten: aboutpixel.de / Hutauslage © soundboy)
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Moment. Wie das?
Wie widerlich. Wo bleibt da die Texter-Ehre?
Hallo, teilweise möchte ich widerspre...
Hallo Ramona, das war auch kein Prob...
Hallo lieber Christian, ich habe am 1...
*schmunzel* - guter Beitrag, wobei be...
Danke für den Hinweis, XinXii kannte ...