a) Ansicht und Steuerzeichen
Ansichten
Word bietet Ihnen verschiedene Möglichkeiten, ein Dokument anzuzeigen.
Die Ansicht, in der Sie am häufigsten arbeiten werden, ist die
Seitenlayoutansicht. Im Reiter „Ansicht“ können Sie auch die Ansicht
vergrößern oder verkleinern, zwei Seiten nebeneinander stellen etc.
Probieren Sie einfach aus, wie es für Sie am bequemsten ist.
Dokumentstruktur
Im Reiter „Einblenden/Ausblenden“ können Sie eine
Seitenleiste einblenden, die die Dokumentstruktur darstellt. Mithilfe
dieser Funtion können Sie sich rasch eine Übersicht über die Struktur
Ihres Dokumentes verschaffen; per Klick springen Sie dann von einem
Kapitel zum nächsten. Vorraussetzung dafür ist, dass Sie die
Überschriften mit den entsprechenden Formatvorlagen formatiert haben.
Mehr dazu erfahren Sie im Abschnitt „Überschriften“.
Steuerzeichen
Die Steuerzeichen sind Absatzmarken und andere ausgeblendete
Formatierungszeichen, die nicht gedruckt werden. Sie können sie
anzeigen lassen, indem Sie STRG+SHIFT++ (das Pluszeichen) drücken,
oder indem Sie auf das Absatz-Zeichen (¶) im Reiter „Start“ klicken.
Die Steuerungszeichen sind wichtig, und oft lassen sich
auftretende Probleme bei der Texterstellung lösen, nachdem Sie die
Steuereungszeichen eingeblendet haben. Eine Liste der wichtigsten
Steuerzeichen finden Sie im Anhang.
b) Formatvorlagen und Shortcuts
Eine praktische Einrichtung in Word 2007 ist die
Schnellformatvorlagen-Leiste. Wenn Sie mit dem Mauszeiger über eine der
Vorlagen fahren, sehen Sie gleichzeitig eine Vorschau der Änderungen im
Text. Sie können in jeder einzelnen Formatvorlage individuell
festlegen, ob diese in der Schnellformatvorlagen-Leiste angezeigt
wird.
Alle Formatvorlagen anzeigen
Wenn Sie auf den kleinen Pfeil im Tab „Formatvorlage“ des
Reiters „Start“ unten rechts klicken, öffnet sich die Liste der
vorhandenen Formatvorlagen. Sie sollten Sie während Ihrer Arbeit immer
angezeigt lassen. Das garantiert schnellen Zugriff auf alle
Formatvorlagen.
Klicken Sie doch einmal unten rechts auf Optionen. Ein
Fenster wird sich öffnen, in dem Sie auswählen können, welche
Formatvorlagen angezeigt werden.
Bei „anzuzeigende Formatvorlage“ stellen Sie ein „Im aktuellen
Dokument“. Sie sehen in der Liste dann alle Formatvorlagen, die im
Dokument gespeichert sind. Sie können auch auswählen, wie die Liste
sortiert werden soll.
Formatvorlagen erstellen
Eine neue Formatvorlage erstellen Sie, wenn Sie in der Formatvorlagen-Liste auf das Symbol links unten klicken.
Es öffnet sich ein neues Fenster, in dem Sie alle wichtigen
Einstellungen vornehmen können. Wählen Sie zuerst, ob Sie eine
Absatzformatvorlage oder eine Zeichenformatvorlage erstellen wollen. Es
werden dabei alle vorhandenen Einstellungen der
Formatvorlage, die bei „Formatvorlage basiert auf:“ eingestellt ist,
übernommen. Stellen Sie bei „Formatvorlage für folgenden Absatz“ die
Vorlage ein, die folgen soll, wenn Sie einen neuen Absatz startet (auf
Überschriften z. B. kann eine Fließtext-Formatvorlage folgen). Im
Fenster können Sie auch erste Einstellungen zu Schriftart,
Schriftschnitt, Zeilenabstand etc. vornehmen.
Klicken Sie jetzt auf „Format“. Sie können hier genaue Einstellungen
vornehmen: Einstellungen für den Absatz, Tabstopps, Nummerierungen und
auch Tastenkombinationen.
Formatvorlagen ändern
Um eine bestehende Vorlage zu ändern, gibt es in Word 2007
eine einfache Möglichkeit. Wollen Sie eine Absatzformatvorlage ändern?
Dann ändern Sie einfach direkt im Text den Absatz, indem Sie z. B.
Einstellungen zum Absatz vornehmen, oder die Schriftart des Absatzes
ändern. Dann klicken Sie mir der rechten Maustaste auf die
entsprechende Vorlage. Wenn Sie nun auf „… aktualisieren, um der
Auswahl anzupassen“ klicken, wird die ganze Vorlage entsprechend
geändert – und mit ihr alle Absätze, die mit der Vorlage formatiert
sind.
Shortcuts
Sie sollten sich von Anfang an vertraut mit den wichtigsten Shortcuts
machen. Zum einen mit den Abürzungen für die Formatvorlagen, zum
anderen mit allgemeinen Shortcuts für Word. Eine Liste der Shortcuts
für die Formatvorlagen finden Sie im Anhang dieses Dokuments. Wichtig
sind neben den Shortcuts für die gebräuchlisten Vorlagen auch
allgemeine Abkürzungen, wie STRG+X um Text auszuschneiden oder STRG+V
um Text wieder einzufügen.
Nützlich sind auch die Shortcuts für die Überschriften. ALT+1 für Überschrift 1, ALT+2 für Überschrift 2 usw.
d) Organisation der Dateien
Geteilte Dateien?
Zu Beginn Ihrer Arbeit sollten Sie sich die Frage stellen, ob Sie für
jedes Kapitel eine neue Datei erstellen wollen, dazu eine Datei für die
Titelei, eine für das Inhaltsverzeichnis etc., oder ob Sie Ihr gesamtes
Manuskript in eine einzige Datei packen wollen.
Eine einzelne Datei hat den Vorteil, dass Sie ohne Umstände sofort das
Inhaltsverzeichnis erstellen und immer wieder aktualisieren können,
dass Sie ihr Manuskript übersichtlich vor sich haben und somit
effizienter arbeiten können.
Einzelne Dateien sind eigentlich nur bei alten Rechnern mit wenig
Arbeitsspeicher angebracht. Moderne Rechner sollten auch mit großen
Dateien mit sehr viel Text problemlos klarkommen.
Bennennung der Dateien
Gewöhnen Sie sich eine einheitliche Benennung der Dateien an. Fügen Sie
zum Beispiel immer an das Ende des Dateinamens die Versionsnummer an,
falls Sie eine neue Datei speichern (das sollten Sie immer dann tun,
wenn Sie etwas umfangreicher geändert haben). Beispiel:
Diplomarbeit_01.doc, Diplomarbeit_02.doc. Mithilfe der Benennung der
Dateien sollte es Ihnen immer möglich sein, rasch nachzuvollziehen,
welches Dokument die aktuellste Version enthält; sie können, wenn Sie
regelmäßig neue Versionen speichern, besser Ihre Änderungen
nachvollziehen.
Sicherung der Dateien
Manchmal stürzt Word einfach ab, dann ist der eben geschriebene Text
einfach weg oder im schlimmsten Fall das gesamte Dokument kaputt.
Sichern Sie daher regelmäßig und verlassen sich nicht auf die
Autospeichern-Funktion von Word. Mit der Tastenkombination STRG+S
können Sie Ihr Dokument sofort speichern. Gewöhnen Sie sich auch an,
das Dokument auf verschiedenen Datenträgern, z. B. zusätzlich auf einem
USB-Stick, zu sichern.
e) geschützte Leerzeichen und Bindestriche, Tabulatoren etc.
Geschütztes Leerzeichen/Festabstand
Um ungewünschte Trennungen am Zeilenende, z. B. bei Abkürzungen, zu
verhindern, gibt es das geschützte Leerzeichen. Sie fügen es mit
STRG+SHIFT+SPACE ein. Angezeigt wird es, wenn Sie die Steuerzeichen
einblenden – es erscheint dann in der Form eines Kreise (z.°B.). Das
geschützte Leerzeichen agiert auch als Festabstand, der dafür sorgt,
dass die Abstände im Blocksatz bei Abkürzungen, Datumsangaben etc.
immer gleich bleiben.
Bindestriche
Damit Bindestriche bei Abkürzungen wie bei „Bindestrich und -mittel“
nicht allein am Zeilenende stehen, fügen Sie einen geschützten
Bindestrich ein. Er wird erzeugt mit STRG+SHIFT+- (Bindestrich-Taste).
Wenn Sie die Steuerzeichen einblenden, sehen Sie ihn in der Länge eines
Gedankenstriches (Bindestrich und –mittel).
Eine Worttrennung am Zeilenende erzwingen Sie mit einem Trennstrich,
der mit SHIFT+- erzeugt wird. Das sollten Sie vor allem bei
Wortzusammensetzungen machen, die oft hässliche Lücken in den Blocksatz
reißen. Mehr zur Silbentrennung erfahren Sie weiter unten.
Tabulatoren
Mit Tabulatoren kann man genau bestimmen, an welche Stelle
der Cursor springen soll, sie ermöglichen bündige Ausrichtungen von
Textblöcken; dazu muss man die TAB-Taste drücken.
Tabulatoren lassen sich über die Absatzeinstellungen bestimmen. Klicken
Sie dazu im Reiter Start auf den Pfeil bei Absatz und dort auf
„Tabstopps“. Sie können nun eine Tabstopp-Position in Zentimetern
angeben, dessen Ausrichtung und evtl. Füllzeichen bestimmen. Beispiele
für Tabulatoren sind die Abstände zwischen Überschrift und Seitenzahl
im Inhaltsverzeichnes. Auch zwischen Kapitelnummer und Überschrift
sollte immer ein Tabulator stehen.
Tabulatoren werden, wenn die Steuerzeichen eingeblendet sind, als kleine schwarze Pfeile dargestellt.
TIPP: Festabstand verringern.
Die Typografie kennt verschiedene Arten bzw. Längen von Abständen.
Zwischen Abkürzungen, Datumsangaben etc. sollten dabei verringerte
Abstände eingefügt werden. Sie können in Word zwar ein schmales
Leerzeichen erzeugen, das wird allerdings nicht von allen Schriftarten
unterstützt.
Mit einem kleinen Trick können Sie aber einen verringerten
Festabstand erzeugen. Fügen Sie dazu an alle entsprechenden Stellen
einen gewöhnlichen Festabstand mit STRG+SHIFT+SPACE ein. Jetzt öffnen
Sie die Suchen-und-ersetzen-Funktion, indem Sie STRG+F drücken. Im Tab
„Ersetzen“ geben Sie bei „Suchen nach“ ein „^s“ (damit wird nach
geschützen Leerzeichen gesucht). Dann postitionieren Sie den Cursor im
Ersetzen-Feld. Klicken Sie unten auf „Format – Formatvorlage“ und
suchen jetzt nach der Zeichenformatvorlage „schmales Leerzeichen“. Wenn
Sie nun auf „Alle ersetzen“ klicken, werden die bisherigen Festabstände
durch schmale Festabstände ersetzt.
c) Umbrüche
Word kennt verschiedene Arten von Umbrüchen. Der wichtigste
ist der Seitenumbruch. Ein Seitenumbruch erzwingt, wie der Name schon
sagt, den Beginn einer neuen Seite. Einen Seitenumbruch erzeugen Sie
mit STRG+ENTER (auf dem Ziffernblock). Er wird angezeigt, wenn Sie die
Steuerzeichen eingeblendet haben.
Einen Zeilenumbruch kennen Sie mit Sicherheit, er wird schlicht mit der
Enter-Taste erzeugt und startet einen neuen Absatz. Sie können aber
aber auch einen sog. weichen Zeilenumbruch erzeugen. Der erzwingt zwar
eine neue Zeile, aber keinen neuen Absatz. Das kann z. B. nützlich für
Überschriften sein, die zu lang sind. Nützlich ist er auch im
Inhaltsverzeichnis, falls eine Überschrift zu weit nach rechts ragt.
Sie erzeugen den weichen Zeilenumbruch mit SHIFT+ENTER.
Dann gibt es noch die Abschnittsumbrüche. Ein Abschnittsumbruch
erzwingt einen neuen Abschnitt im Dokument. Ein Abschnitt ist nützlich,
um z. B. verschiedene Kopfzeilen für verschiedene Teile des Manuskripts
zu erstellen (die Titelei z. B. hat keine Kopfzeilen), oder um das
Mansukript unterschiedlich zu nummerieren. Abschnitte sind auch dann
nützlich, wenn Sie bei jedem neuen Kapitel die Fußnoten wieder bei 1
beginnen lassen wollen.
Nächster Abschnitt: Die Einrichtung des Dokuments
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